Nachhaltige Unternehmensführung

Arbeitskreis in der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.

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Startseite Klartext Nachhaltigkeit beginnt mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit beginnt mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit.

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Jürgen H. Daum,
Gründer und Geschäftsführer des International Institute of Enterprise – Heidelberg (IIOE)

"Nachhaltigkeit in der Unternehmenswelt beginnt meiner Meinung nach mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Die beiden übrigen Aspekte, soziale und ökologische Nachhaltigkeit folgen automatisch, wenn Sie die wirtschaftliche Unternehmensführung und –steuerung heute ernsthaft mit einer nachhaltigen Perspektive betreiben. Erst so wird ein Schuh daraus. Geht man anders herum an das Thema heran, besteht die Gefahr, dass die ‚Corporate Social Responsibility‘-Bemühungen zum Marketing-Feigenblatt werden und nur aufgesetzt wirken, und das wird heute von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Investoren und von der Öffentlichkeit schnell durchschaut.

Und die Fähigkeit zum nachhaltigen Wirtschaften und damit zur Nachhaltigkeit des Unternehmens selbst basiert im Wesentlichen auf der Fähigkeit zur organischen Mehrwertgenerierung für Kunden und Unternehmens-Stakeholder, also auf der Fähigkeit, für diese einen nachhaltigen Unterschied machen zu können und zu diesen stabile Beziehungen zu unterhalten. Ich nenne dies die Fähigkeit zur unternehmerischen Nachhaltigkeit. Erst diese kann dauerhafte Wettbewerbsstärke schaffen.

Gerade die jüngsten Erfahrungen in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise haben das Verständnis dafür geschärft, dass in Zukunft der Fokus der Unternehmensleitungen, aber auch der betriebswirtschaftlichen Wissenschaft und der Berater darauf liegen muss, diese Fähigkeit der Unternehmen zur unternehmerischer Nachhaltigkeit zu stärken und Schritt für Schritt auszubauen.

Dies zu tun ist mehr kontinuierliches Bemühen, als ein kurzfristiges Programm. Es beginnt bei der strategischen Ausrichtung und dem Geschäftsmodell eines Unternehmens, umfasst aber auch die Führungs- und Unternehmenskultur, die Aufbau- und Ablauforganisation, das Marketing und die externe Kommunikation sowie adäquate Reporting- und Controlling-Ansätze.

Bei letzterem geht es darum, nicht nur die finanzielle Steuerungs- und Optimierungsfähigkeit zu sichern, sondern alle Aspekte eines nachhaltigen Wirtschaftens in die Unternehmenssteuerung, also auch die nicht-finanziellen Erfolgsfaktoren und die immateriellen Werte und Potentiale, zu integrieren, um falsche Anreize und Signale und suboptimale Entscheidungen im Tagesgeschäft zu vermeiden, die längerfristig die Nachhaltigkeit des Wirtschaftens gefährden können."

Jürgen H. Daum, Gründer und Leiter des IIOE, diskutierte mit Vertretern von Axel Springer, Deutsche Bank, Goldbeck Solar und Fuchs Petrolub beim 3. Wissenstransfertag der Metropolregion Rhein-Neckar am 18.09.2009 in Mannheim.

 
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