Nachhaltige Unternehmensführung

Arbeitskreis in der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.

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Ökonomie und Ökologie lassen sich nicht trennen

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Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber

Mitglied des Deutschen Ethikrats
Bischof a.D., ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD

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Das Eintreten für Nachhaltigkeit wird in der deutschen Gesellschaft mehrheitsfähig. Auch Großveranstaltungen - der Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden hat das im Juni 2011 beispielhaft gezeigt - können umweltschonend durchgeführt werden. Dass sich ein solcher gesellschaftlicher Wandel vollzieht, ist ein Zeichen der Hoffnung. Damit erhöhen sich auch die Impulse für die Wirtschaft, über kurzfristige Ziele hinauszuschauen und auch die langfristigen Wirkungen ihres Handelns in den Blick zu nehmen. Nachhaltigkeit und Verantwortung werden dadurch in unserer Zeit zu wichtigen Eckpunkten wirtschaftlicher Führung.
Heute erkennen wir, dass Nachhaltigkeit und Entwicklung zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Die Begrenzung des Klimawandels, die Reduzierung globaler Armut und die Sicherung der Welternährung gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. An ihnen wird sich zeigen, ob wir den Folgen des technologischen Wandels ethisch gewachsen sind. Erforderlich sind dafür eine Umorientierung der einzelnen, eine nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensführung und schließlich klare staatliche Regulierungen. Staatliche Regulierungen müssen darauf ausgerichtet sein, dass Raubbau an der Umwelt sich wirtschaftlich nicht lohnt. Die Unternehmen sollten Nachhaltigkeit als Teil des Unternehmensprofils und deshalb auch als Wettbewerbsfaktor einsetzen. Die einzelnen sollten in ihrem persönlichen wie beruflichen Handeln die Lebensbedingungen künftiger Generationen fair berücksichtigen. Die biblische Schöpfungserzählung spricht von einem Auftrag des Menschen, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Beides gehört zusammen; Ökonomie und Ökologie lassen sich nicht trennen. In keinem Jahrhundert der bisherigen Menschheitsgeschichte hat sich das eindringlicher gezeigt als in dem unseren.

 
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